Schulmusical "Light your shadow"

GOCHSHEIM – Alles hat seine Licht- und Schattenseiten! Diesem Spruch verleiht die Hauptperson des Musicals „Light your shadow – irgendwas bleibt“, der Herr des Schattens (Darsteller Emilio Solazzo, Stimme Vadim Poprockij) eine andere Sichtweise: Licht und Schatten können positiv oder negativ ausfallen, immer abhängig von den Personen, die in Aktion treten.

Beim Musical der Sportmittelschule Gochsheim agierten über 150 Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Hausmeister und viele andere und schufen ein Bühnenwerk, auf das die Schulleitung (Rektorin Andrea Orth und Konrektorin Sandra Boy) zu Recht stolz sein konnten. 90 Minuten fesselten die Handlung und die Mitwirkenden die Gäste in der voll besetzten Schulaula, wobei man den Beifall bis zum Finale zurückhalten sollte, was oft schwer fiel.

Der fünfzigköpfige Chor hatte immer wieder Gelegenheit seine gesangliche Qualiät unter Beweis zu stellen, so auch gleich am Anfang mit dem Silbermondtitel „Irgendwas bleibt“.

Die als roter Faden durch das Musical führende Handlung wurde getragen von Luis Kohl, Emilia Rückert, Ali Coban, Bojana Gjorgieva und Jessica Wuttke. Diese entdeckten in dem Ausweichraum, den ihnen Frau Orth zugewiesen hatte, Relikte früherer Zeiten, darunter eine alte Landkarte, ein Matheheft, einen Ärger- und einen Liebesbrief sowie einen verknitterten und vergilbten Zettel, der den Herr des Schattens erscheinen lässt.

Der Herr lässt Gutes und Schlechtes sichtbar werden, Dinge, die in Erinnerung bleiben, etwa an Personen und Geschehnisse.

Ein Mädchen-Duo singt „Yesterday“, eine 80-jährige darf für einen Tag noch einmal 38 sein, ihre eigenen Eltern, ihre kleinen Kinder, ihren Mann und sich selbst erleben, die vielen Kleinigkeiten, die im Gedächtnis geblieben sind. Mehrere Gruppen zaubern Tänze auf die Bühne, andere nutzen Sportgeräte für ihre Aufführung. Amelie Burgos darf mehrfach beweisen, wie sportlich sie ist, am Handstandständer, beim Queren der Bühne und am Tuch, an dem sie bis zur Hallendecke klettert und sich herabrollen lässt.

Die Rap-Gang zeigt Coolness, Tänzerinnen fluten den zur Verfügung stehenden Raum, ihr Handylicht wird von den Zuschauern erwidert. Eine Gruppe bewegt sich mit Körper und Armen, die Beine ruhen. Kurz vor Ende fangen Mädchen die bunten Lichtstrahlen mit ihren Schirmen ein, auch hier tolle Lichteffekte. So nebenbei haben Mitwirkende und Publikum eine kleine Lehre ohne Mahnfinger aufgenommen: Unser Handeln entscheidet.

Tosender Beifall brandet auf, als das atemlose Spiel endet. Gratulationen an alle Beteiligten, draußen wartet der Elternbeirat auf hungrige und durstige Gäste, darunter MdL Martina Gießübel, mehrere Bürgermeister und Norbert Kraus, der vor Jahrzehnten das erste Schulmusical in Gochsheim initiierte.

 

Text und Fotos: Peter Volz